051 UNDO // Freimundo - Offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb

Das Gebäude lebt die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens. Zum Stadtraum bildet es mit einer klaren Fassade die städtebaulichen Kanten ab und schafft so einen entschiedenen Übergang zwischen der Anonymität des Äußeren und der Intimität des Inneren. Die neutrale Fassade bildet das gemeinschaftliche Gewandt für das Flexible und Individuelle.

Die verschiedenen Stadien von Gemeinschaft spiegeln sich auch in der inneren Struktur des Gebäudes wider. Sind die gemeinschaftlichen Zonen des Erdgeschosses und des Innenhofes noch der erste Schritt Richtung Hausgemeinschaft, so sind die vertikale Erschließung und die Laubengänge schon etwas privater. Die an den Laubengang angrenzenden Kombiräume können sowohl gemeinschaftlich, als auch privat genutzt werden.

Die Eingänge zu den durchgesteckten Wohnungen sind vom Laubengang als Loggia zurückversetzt, was eine weitere Puffer- und Übergangszone aufspannt. Die nach außen gelegenen Individualräume sind die intimsten Zellen des mehrschichtigen Übergangs von „Wir zu Mir“.

Ein regelmäßiges System bildet alle Wohnungstypen ab, indem sie beliebig und variabel schaltbar sind. Nicht nur die Kombiräume sondern auch Bäder und Individualräume können bei veränderten Nutzungsanforderungen zu- und abgeschaltet werden. Von der Ein-, über die Fünfpersonenwohnung bis zur Wohngruppe wächst das Raumsystem im Handumdrehen und schafft so maximale Flexibilität bei minimalem Aufwand.

Kurze Spannweiten ermöglichen schlanke Querschnitte für einen effizienten Holzbau auf einem neutralen Raster. Fassade und Ausbau können flexibel auf wiederverwendete Bauteile und Materialien reagieren.

Drei Atemzüge

Die Schaltbarkeit der Räume funktioniert in drei zeitlichen Ebenen. Kurzfristiges Schalten der Kombiräume über das Öffnen und Schließen von Türen (Sprint). Mittelfristige Veränderungen der Individualraum und Bäderzahl durch händisches Versetzen eines standardisierten Elements im Schaltflur (Langstrecke). Langfristiger Umbau durch die abfallfreie De- und Remontage von Wänden in den Schlafbereichen (Marathon). 

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Ein Raum für alle Fälle

Durch das Öffnen und Schließen von Türen können Kombiräume sowohl als Teil einer Wohnung, gemeinsam von zwei Wohnungen, getrennt von zwei Wohnungen, als eigene Wohnung mit Pantryküche sowie als eigenständige gemeinschaftliche Einheit genutzt werden.

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Harte Schale, weicher Kern 

Die gleichförmige Außenhaut hüllt die Individualität im Inneren. Der schwingende begrünte Laubengang ermöglicht Blickbeziehungen zwischen den Geschossen.

Laubengänge bilden die gemeinsame Erschließung für alle Wohnungen.

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Gemeinschaft im Erschließungsraum - Von Wir zu Mir 

Die Laubengänge, Loggien und Balkone bieten unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, als Transit und informeller Treffpunkt.

Steigende Privatheit vom gemeinschaftlichen Laubengang im Innenhof  zum intimen Schlafraum zur Stadt.

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Format
Offener zweiphasiger Wettbewerb

Nutzung
Wohnen

Ort
München

Jahr
2023

Ausloberin
Kooperative Großstadt eG

In Kooperation mit
Sophia Lieberich und Lukas Frenzel 


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