123 VEHZ // Realisierungwettbewerb Verwaltungsgebäude Entsorgungszentrum Heilbronn

Gemeinsam mit GIES Architekten BDA und Ingeieurbüro Wirth Hacker freuen wir uns über den 2. Preis im Realisierungswettbewerb „Neubau Verwaltungsgebäude Entsorgungszentrum Heilbronn“.

Der Entwurf setzt auf ein eingeschossiges, kompaktes Langhaus mit Satteldach, das sich in Ost-West-Richtung über das Grundstück spannt. Durch die Setzung abseits der Zufahrtsstraße entsteht eine klare Vorzone des Ankommens mit eigener Adresse und zugleich eingebunden in das Umfeld der Industriehallen.

Prägend ist der konsequente Umgang mit vorhandenen Ressourcen: wiederverwendete Holzfachwerkträger aus einer ehemaligen Schlachterei in Offenburg bestimmen Dachform, Tragstruktur und Proportion. Das Preisgericht würdigte die klare Herleitung der Architektur aus real verfügbaren Bauteilen und die vertiefte Auseinandersetzung mit Materialkreisläufen. Konstruktiv folgt das Gebäude dem Prinzip unterschiedlicher Lebensdauern: wiederverwendete Stahlstützen, Holztragwerke aus Rückbau sowie Holzrahmenbauwände aus Altholz. Eine geschuppte Fassade kann variable Fensterformate und wiederverwendete Materialien aufnehmen.

Ressource

Die gebaute Umwelt als Teil sich kontinuierlicher Stoffkreisläufe zu verstehen ist Kerngedanke dieses Entwurfs. Materialien werden nicht verbraucht, sondern gebraucht und anschließend wieder in technische oder biologische Zyklen zurückgeführt. Der Entwurf folgt konsequent diesem Prinzip: Bauteile stammen aus Rückbauprojekten, werden in neuer Funktion eingesetzt und bleiben für künftige Nutzungen demontierbar. So entsteht ein Haus, das nicht am Ende seiner Lebensdauer Abfall produziert, sondern als Rohstofflager für kommende Generationen dient. 

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Wegeführung

Kurze, direkte Wege mit gleichzeitigen Zugängen sichern effiziente Abläufe. Eine klare Trennung zwischen Schwarz- und Weißbereichen strukturiert die Erschließung und verhindert Überschneidungen. Ergänzend bietet ein umlaufender Flanierweg Raum für Aufenthalt und Pausen.

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Freiraum 

Ein umlaufender Pionierwald entsteht durch Stecklinge benachbarter Weiden, ergänzt um weitere standortgerechte Pioniergehölze. Er bildet einen visuellen Screen, fördert die ökologische Vielfalt und entwickelt sich zu einem stabilen, resilienten Waldökosystem.

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Grünraum 

Die angrenzende Vegetation übernimmt zentrale ökologische Aufgaben: Pioniergehölze bilden einen dichten grünen Gürtel, fördern Biodiversität, verbessern das Mikroklima und binden Feuchtigkeit. Gleichzeitig wirken sie als CO2-Senke, können Schadstoffe aus dem Boden aufnehmen und leisten so einen aktiven Beitrag zur Regeneration des Standorts. Im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung wird so viel Wald wie möglich vorgesehen.

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Energie

Das Gebäude deckt seinen gesamten Bedarf an Wärme, Kälte, Warmwasser und Strom zu 100 % regenerativ. Eine kompakte Bauform, hohe Tageslichtautonomie und passive Klimastrategien reduzieren den Verbrauch. Die Satteldachflächen tragen Photovoltaik, Regenwasser wird als Grauwasser genutzt und überschüssiges Wasser über Mulden versickert. So entsteht ein einfaches, robustes und zukunftsfähiges Energiesystem.

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Status
2. Preis

Ort
Heilbronn

Jahr
2025

Ausloberin
Stadt Heilbronn

Zusammenarbeit mit
GIES Architekten BDA,
Ingenieurbüro Wirth & Haker (Tragwerk),
solares Bauen (Bauphysik / Energieplanung),
freisign Landschaftsarchitektur (Freiraumplanung),
Jochen Zimmermann (Modellbau)


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