
Vom Ein- zum Mehrfamilienhaus
Studie
Am Rand eines Parks, auf einem sanften Hang und umgeben von prächtigem Baumbestand, untersuchen wir die behutsame Umnutzung eines großzügigen Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung zu einem zeitgemäßen Mehrfamilienhaus. Leitmotiv ist der respektvolle Umgang mit dem Bestand: Die äußere Erscheinung bleibt weitgehend unverändert, größere volumetrische Eingriffe sind bewusst ausgeschlossen.
Die Topografie prägt die Erschließung: Der Haupteingang liegt straßenseitig im Erdgeschoss, der direkte Zugang in den Garten erfolgt rückseitig auf Höhe des 1. Obergeschosses. Das bestehende Treppenhaus wird erhalten und als zentrale, effiziente Erschließung aller Wohneinheiten genutzt – ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcen- und Substanzerhaltung.
Die Eingriffe im Inneren sind – mit Ausnahme des Dachs – minimalinvasiv. Bestehende Raumstrukturen werden gezielt geöffnet, technische Erneuerungen integriert, ohne den Charakter des Hauses zu verlieren. Auf Wunsch der Bauherrschaft ist im 1. Obergeschoss eine große Wohnung vorgesehen; der Grundriss ist jedoch so konzipiert, dass hier alternativ zwei kompakte, unabhängige Wohnungen entstehen können. Mit dem Ausbau des Dachs lässt sich das Prinzip konsequent fortführen: perspektivisch sind auf allen drei Ebenen jeweils zwei Wohnungen möglich.
So entsteht ein flexibles Wohnensemble, das den Qualitäten des Ortes – Parknähe, Hanglage, alte Bäume – Raum gibt und zugleich auf wechselnde Lebensmodelle reagiert. Die Transformation zeigt, wie nachhaltige Verdichtung funktionieren kann: maßvoll, anpassungsfähig und mit größtmöglicher Wertschätzung für die vorhandene Substanz.
Nutzung:
Wohnen
Status:
Studie
Auftrag:
privat
Ort:
Freiburg
Jahr:
2024
